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Unternehmerisches Denken und Handeln lernen und fördern

Schritt in die Selbstständigkeit wagen

Zum Aufstieg in einem Unternehmen liegt voran der Fokus auf den Unternehmenserfolg. Wer diesen nicht zur persönlichen Ambition erhebt, kann zwar dennoch dazu beitragen, hat mittelfristig aber schlechte Chancen, in Führungspositionen zu gelangen. Hier sind nicht nur rein fachliche Kompetenz, sondern Weitsicht und das sogenannte unternehmerische Denken Voraussetzung. Erfahren Sie hier, wie Sie diese Kernkompetenz gezielt entwickeln und ausbilden können, ob als Angestellter oder Führungspersönlichkeit.

„Unternehmerisches Denken“ und Handeln: Definition

Viele Unternehmen lassen sich in der heutigen Zeit nicht mehr effizient führen, wenn alle Entscheidungen von Führungskräften getroffen werden müssen. Die Überlebensfähigkeit eines Unternehmens hängt mitunter davon ab, dass agiles Handeln, schnelle Reaktionsfähigkeit und in Folge ein hohes strukturelles Vertrauen in Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vorliegen. Dadurch gewährleistet das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit.

Die gefragte Kernkompetenz, unternehmerisch mitdenken und handeln zu können, bedeutet in Folge, dass der Mitarbeiter als Repräsentant des Unternehmens auftritt. Das umfasst alle Bereiche der jeweiligen Tätigkeit und bedeutet, die Unternehmensinteressen stets im Blick zu haben und auch vorausschauend auf diese hinzuwirken.

Aus Mitarbeitersicht: Das bedeutet es, unternehmerisch zu Denken und Handeln

Personaler prüfen vor der Einstellung von Mitarbeitern gezielt, ob Bewerber Interesse am Unternehmen und dessen Zielen zeigen und in der Lage sind, unternehmensorientiert eigenständig zu agieren. Wer seine Zeit im Unternehmen nur absitzen will und keine Bereitschaft mitbringt, aus Eigeninitiative mehr als gerade nötig zu machen, disqualifiziert sich dadurch bereits für eine ganze Reihe verantwortungsvoller Positionen im Unternehmen.

Dazu gehört, unternehmerisch strategisch nach vorne zu blicken, also den Blick über den Tellerrand des Tagesgeschäfts zu pflegen. Gefragt sind unter anderem die selbstständige Beschäftigung mit der Branche und den adaptierbaren Strategien der Konkurrenzunternehmen, um diese gegebenenfalls zur Umsetzung anzuregen. Der Mitarbeiter gestaltet den Veränderungsprozess des Unternehmens somit aktiv mit.

Für dieses Charakterprofil hat sich die Bezeichnung Intrapeneur entwickelt. Das Wort ist eine Kombination aus „Intracorporate“ und „Entrepeneur“ und soll verdeutlichen, dass hier der Führergeist eines Unternehmers mit dem klassischen Angestelltenverhältnis verknüpft vorliegt. Obwohl dem Mitarbeiter dadurch ein hohes Maß an Verantwortung zugemutet wird, trägt der Geschäftsführer die eigentlichen Risiken. Der Grundgedanke dahinter ist, dass sich in diesem System aus flacher Hierarchie und definierten Bereichen autonomen Agierens ein besonderes Innovations- und Explorationspotential verwirklicht.

Personalmanagement: Die Voraussetzungen für Unternehmerisches Handeln

Unternehmerisches Denken und Handeln umfasst aber auch den Bereich der Entscheidungskompetenz. In diesem Sinne gilt es, stets im Hinblick auf den Nutzen des Unternehmens zu entscheiden und das Ausmaß der eigenen Handlungsbefugnis zu kennen. Erfolgreiches unternehmerisches Handeln der Intrapeneure in diesem Sinne ist aber nur möglich, wenn im Vorfeld die Rahmenbedingungen hergestellt worden sind.

Definition autonomer Handlungsspielräume

Das bedeutet in erster Linie, das Personalmanagement auf dieses Anforderungsprofil hin auszurichten und die Mitarbeiter über das Ausmaß ihrer autonomen Entscheidungsbefugnis zu informieren. Das geschieht am besten schriftlich in Form von Guidelines bzw. direkt in der Stellenbeschreibung. Nur wenn die Grenzen deutlich kommuniziert werden, kann sich der Mitarbeiter selbstbewusst innerhalb dieser Grenzen engagieren.

Die richtige Fehlerkultur entwickeln

Unternehmerisches Handeln lässt sich langfristig aber nur dann effektiv fördern, wenn zwischen Vorgesetzten und Angestellten die nötige Vertrauensbasis existiert und gewissenhafte Mitarbeiter nicht fürchten müssen, Fehler zu machen. Diese unterlaufen jedem, der Entscheidungen trifft.

Fehlerkultur ist hier das Zauberwort, denn es bedeutet, dass mit Fehlern sachlich und zielorientiert umgegangen wird. Mitarbeiter können unter solchen Bedingungen besonders effizient autonom agieren, da sie keine schwerwiegenden Sanktionen für Fehler fürchten müssen, die trotz gewissenhaftem Vorgehen immer auftreten können.

Hier gilt es zu bedenken, dass zum Konzept des Intrapeneurs gerade die Förderung der Kreativität und Eigeninitiative gehört, die notwendigerweise neue Wege zu gehen versucht. Um die Zeit für solche Prozesse zu gewährleisten, kann auf einen professionellen Büroservice zurückgegriffen werden, der Ihren Mitarbeitern den Rücken freihält. Wer Fehler um jeden Preis vermeiden will, ist hingegen auf strenge Vorgaben zu Handlungsabläufen angewiesen und beraubt sich damit der heutzutage wertvollen spontanen Reaktionsfähigkeit.

Für jede Abstufung zwischen strikter Planung von Handlungsabläufen und der Einrichtung größtmöglicher Freiheiten für die Mitarbeiter gibt es angemessene Anwendungszenarien. So ist beispielsweise für Reinigungs- oder auch Lagerarbeiten Präzision und Zuverlässigkeit entscheidend, während der Angestellte mit Kundenkontakt bestenfalls Spielräume zur Reaktion auf Anfragen und Beschwerden eingeräumt bekommen, wenn Unternehmensrichtlinien dabei berücksichtigt werden.

Anerkennung von Leistungen und das Schaffen von Anreizen

Wenn Erfolge im Unternehmen zusätzlich öffentliche Wertschätzung erfahren, entsteht die nötige Motivation zu guten Leistungen. Der engagierte Mitarbeiter zeichnet sich besonders dadurch aus, dass er sich mit dem Unternehmen und seiner Arbeit identifiziert. Wenn die Wertschätzung der eigenen Leistung im Unternehmen ausbleibt, schadet dies der Identifizierung des Mitarbeiters mit dem Unternehmen, da er natürlicherweise anderweitige Anerkennung sucht – und sei es unter den anderen Mitarbeitern in Opposition zur Geschäftsführung.

Der Mitarbeiter der Zukunft ist mehr als nur ein Rädchen im Getriebe

Für Angestellte und Unternehmer gleichermaßen bedeutet die Entwicklung hin zum Selbstverständnis von Mitarbeitern als Intrapeneure, bislang ungenutzte Potentiale zu erkennen und zu nutzen, um auch zukünftig erfolgreich zu sein. In der schnelllebigen modernen Zeit sind agile Prozesse von steigender Bedeutung für die Konkurrenzfähigkeit auf dem Welt- bzw. Stellenmarkt.



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